ihr unterbewusstsein

Glück - eine Sache der Definition?

Ungefähr zu der Zeit, als meine Bekannte aus ihrem Glücksfall Kapital schlug, fand ein Freund desselben Alters heraus, daß er HIV-positiv ist. Wir sprachen darüber, wie er mit seinem HIV-Status fertig wird. "Natürlich war ich zunächst niedergeschmettert. Ich brauchte fast ein Jahr, um mich allein mit der Tatsache abzufinden, daß ich das Virus habe. Aber während des letzten Jahres haben sich die Dinge gewandelt. Es scheint, daß ich aus jedem Tag mehr heraushole als je zuvor. Und auf einer Augenblicksbasis fühle ich mich glücklicher denn je. Ich weiß das Alltägliche mehr zu schätzen, bin dankbar dafür, daß bisher keine ernsthaften Aids-Symptome aufgetreten sind. Ich kann mich wirklich an den Dingen erfreuen, die ich habe. Und obwohl es mir lieber wäre, nicht HIV-positiv zu sein, muß ich zugeben, daß es in gewisser Weise mein Leben verändert hat - in einem positiven Sinne…"
"In welchem Sinne?", fragte ich.
"Weißt du, zum Beispiel daß ich immer ein überzeugter Materialist war. Aber dadurch, daß ich mich während des letzten Jahres mit meiner Sterblichkeit abgefunden habe, hat sich mir eine völlig neue Welt eröffnet. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben damit angefangen, die Spiritualität zu erforschen. Ich habe eine Menge Bücher zu diesem Thema gelesen und mit Leuten darüber geredet… und habe so viele Dinge entdeckt, die mir nie zuvor in den Sinn gekommen sind. Es ist spannend, einfach nur am Morgen aufzustehen - und zu erleben, was der Tag bringt".

Dalai Lama/ Howard C. Cutler, Die Regeln des Glücks, S.27 ff.

 

Kommentare zu diesem Artikel

 Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.
Kommentar schreiben:
Ihr Name:
Um Spam zu reduzieren, werden Kommentare erst angezeigt, sobald sie
von Lebenssaft überprüft worden sind. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Email an die RedaktionImpressumLinks zu Unterbewusstsein • 07.02.2012 07:35