Glück - eine Sache der Definition?
Vor zwei Jahren erlebte eine Bekannte von mir einen unverhofften Glücksfall. Achtzehn Monate zuvor hatte sie ihre Arbeit als Krankenschwester gekündigt, um für zwei Freunde zu arbeiten, die einen kleinen Pflegedienst gegründet hatten. Der Erfolgskurs der Firma verlief kometenhaft, und innerhalb von achtzehn Monaten wurde sie von einem großen Konsortium für eine Riesensumme aufgekauft. Seit den ersten Anfängen der Firma dabei, ging meine Bekannte aus dieser Auszahlung überreich an Aktienkapital hervor - genug, um sich im Alter von zweiunddreißig Jahren zur Ruhe zu setzen.
Ich traf sie vor nicht allzu langer Zeit und fragte sie, wie ihr der Ruhestand gefalle. "Na ja", sagte sie, "es ist wunderbar, zu reisen und Dinge zu unternehmen, die ich mir schon immer gewünscht habe. Aber es ist merkwürdig, nachdem ich die Aufregung über das viele Geld verkraftet hatte, hat sich alles wieder normalisiert. Ich meine, die Situation hat sich geändert, ich habe ein neues Haus und neue Sachen gekauft, aber im Großen und Ganzen glaube ich nicht, daß ich viel glücklicher bin als zuvor."
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