ihr unterbewusstsein

In der Ruhe liegt der Saft

Warum dieser Artikel ohne Werbekampagne auskommt

Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe aus der Reihe "Säfte, die Ihr Leben braucht". Wenn Sie wissen wollen, warum dieser Artikel schlicht keine Werbung benötigt, so haben Sie hiermit bereits einen.

Dieser Artikel ist aber schon alleine deswegen ein Reißer, da er einen guten Kontrast bietet und somit Ihre Augen nicht überanstrengt.

Nebenbei werden Probleme angesprochen, die die Welt nicht braucht, aber leider hat: Den Problemen selber, genauer gesagt Niederlagen. Der Schwerpunkt fällt dabei nicht auf die Erörterung, wer denn dieser Niederlagen aus welchen Gründen auch immer erfunden hat, als vielmehr, wie Sie mit Ihnen umgehen, um endlich wieder ruhig schlafen zu können.

Das Gemeine an Niederlagen ist ja, daß sie nur allzu oft Ihre ganzen Freunde mitbringen. Oder wie sagt man so schön: Ein Unglück kommt selten allein.

Kennen Sie den Film "Falling Down - Ein ganz normaler Tag?

Ein gewöhnlicher Tag in Los Angeles: Eine Blechkarawane im Feierabendverkehr, Auto reiht sich an Auto, nichts geht mehr. In einem dieser Wagen sitzt ein Mann mit Brille und kämpft mit einer Fliege. Das Maß ist voll: William Fosters (Michael Douglas) Ehe ist gescheitert, seine kleine Tochter darf er nicht besuchen, dann verliert er seinen Job - und jetzt auch noch das...

Er läßt seinen Wagen auf dem Highway zurück und beginnt einen brutalen Feldzug gegen alles, was sich ihm in den Weg setzt: Pedantische asiatische Kleinladenbesitzer, die ihm kein Kleingeld wechseln wollen, werden von ihm ebenso fertig gemacht wie die Angestellten einer Fast-Food-Kette, die ihm das Frühstück verweigern, weil es dafür zu spät ist.

William wird immer gewalttätiger und läuft irgendwann vollkommen Amok, bis die Polizei mit einem beherzten Schuß in seinen Brustkorb dem Wahnsinn ein Ende setzt.

Alles in allem ein ziemlich bescheidener Tag.

Mal abgesehen davon, daß der Film wirklich sehenswert ist - geht es manchmal nicht ein jedem von uns so?
Natürlich - nicht jeder von uns dreht gleich vollkommen durch und schießt ein paar Leute über den Haufen oder wird selbst erschossen, aber hat ein jeder nicht von uns solche Phasen, wo einfach nichts, aber wirklich nichts funktionieren will? Wo Sie sich vielleicht denken, daß jetzt sogar schon die Blumen was gegen Sie haben?

Wenn Sie denken, dies sei doch nur ein Film, und Dir passiere das sowieso nie, weil Du erst drei Jahre alt bist, und wenn, dann sei das doch alles übertrieben - sehen Sie sich doch nur einmal die aktuelle Saison des FC Bayern München an (es handelt sich um die Saison 2002/ 2003, falls Sie diesen Artikel in zwanzig Jahren Ihren Neffen geben wollen, worum es sich übrigens um eine phantastische Idee handelt).
Ich gebe zu - ich bin an Fußball nun nicht so wahnsinnig interessiert, aber wenn ich höre, daß die Münchener letzter in der Champions League geworden sind, so verwundert mich dies doch durchaus. Falls Sie mit Fußball nun rein gar nichts anfangen können: In der Champions League treffen sich die besten Mannschaften Europas, um miteinander ein bißchen zu plaudern, sich bei Reportern über ihre Gegner auszuweinen und tierisch viel Kohle abzukassieren. Es handelt sich dabei um so viel Geld, daß Sie sich davon Lösungen für 98% all Ihrer Probleme kaufen könnten, also ein ganz schöner Batzen.
Der FC Bayern war der Sieger anno 2000, und wurde danach gleich noch World Cup Sieger. Vor zwei Jahren also die beste Mannschaft der Welt, die beste Mannschaft Deutschlands waren sie schon immer, und plötzlich letzter in der Champions League? Nun, es lief schon vorher nicht besonders. Es wurden einige Spiele verloren, und nach dem Ausscheiden aus der Königsklasse verletzten sich auch noch die wichtigsten Spieler. Sofort schaltete sich die Presse ein, um die Sache noch etwas zu erheitern, und kurz und gut: Der FC Bayern hatte nicht nur einen ziemlich bescheidenen Tag, sondern eine absolut besch..önigte Phase.

Egal ob Kettenreaktion oder Einzelgeschehen, solche Ereignisse mag niemand. Kein Michael Douglas, kein FC Bayern München, kein Oscar Lafontaine und ich darf wohl annehmen, daß diese bei Ihnen ebenfalls kein "Herzlich Willkommen" ernten.
Idealerweise drücken Niederlagen nur die Stimmung, manchmal verleiten sie allerdings dazu, Ziele aufzugeben. Ganz übel sieht die (Nieder-)Lage allerdings aus, wenn Sie mit oder ohne die Hilfe von Lebenssaft einen Wunsch erstreben, und durch eine oder mehrere Niederlagen Ihren mühsam erworbenen Glauben verlieren oder gar ins Negative verfallen, und somit noch mehr Schaden anrichten.

Dieser Artikel soll kein Ratgeber sein, der Ihnen eine passende Lösung für jedes kleiner und größere Problem liefert, sondern Sie bei der Hand nimmt und Ihnen aufzeigt, wie Sie in jeder Situation wieder einen klaren Kopf bekommen, der Ihnen eine gute Lösung erst ermöglicht - falls diese überhaupt nötig ist.

Falls Sie nicht verstehen, wie die letzte Aussage gemeint ist - seien Sie unbesorgt, Sie werden es noch früh genug erfahren, nämlich nach einem Klick zur nächsten Seite.

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Kommentare zu diesem Artikel

UBS: es wird weitergeführt ( positiv denken )
(12.08.2008 15:00 Uhr)
sandmänchen: bitte weiterführn :(
(19.05.2008 12:21 Uhr)
OK: Hallo,
ich habe alle Artikel mit Begeisterung gelesen. Am Schluß stelle ich mir nun die Frage ob das alles ist oder geht es weiter. Außerdem frage ich mich was der Autor damit bezwecken will, falls eine Absicht dahinter steckt. Oder ist ihm die Puste ausgegangen. Vielleicht wollte er aber nur Langschläfer aus dem Tiefschlaf wecken.
(07.01.2007 07:18 Uhr)
m.: hallo zusammen,
warum schreibt ihr den Artikel nicht weiter?
(26.07.2005 19:20 Uhr)
Roger: Hier fehlt eindeutig die Fortsetzung. Superartikel, wie in etwa alles, was ich hier die letzten Tage (mehrfach) gelesen habe.
(29.10.2004 15:56 Uhr)
 
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Email an die RedaktionImpressumLinks zu Unterbewusstsein • 31.07.2010 11:55