ihr unterbewusstsein

In der Ruhe liegt der Saft

Der Segen einer Niederlage

Ihnen wurde gestern Ihr Auto gestohlen und Sie denken sich beim Lesen der Seitenüberschrift, ob der Autor noch ganz bei Trost sei?

Es gibt eine nette Geschichte, die Sie wahrscheinlich schon kennen, welche aber auf Grund ihrer wahrlich weisen Aussage gar nicht oft genug gelesen werden kann.

Wer weiß, wozu es gut ist?

Ein alter Mann lebte zusammen mit seinem einzigen Sohn auf einer kleinen Farm. Sie besaßen nur ein Pferd, mit dem sie die Felder bestellen konnten und kamen gerade so über die Runden.

Eines Tages lief das Pferd davon. Die Leute im Dorf kamen zu dem alten Mann und riefen "Oh, was für ein schreckliches Unglück!" Der alte Mann erwiderte aber mit ruhiger Stimme: "Wer weiß..., wer weiß schon, wozu es gut ist?"

Eine Woche später kam das Pferd zurück und führte eine ganze Herde wunderschöner Wildpferde mit auf die Koppel. Wieder kamen die Leute aus dem Dorf: "Was für ein unglaubliches Glück!" Doch der alte Mann sagte wieder: "Wer weiß..., wer weiß schon, wozu es gut ist?"

In der nächsten Woche machte sich der Sohn daran, eines der wilden Pferde einzureiten. Er wurde aber abgeworfen und brach sich ein Bein. Nun mußte der alte Mann die Feldarbeit allein bewältigen. Und die Leute aus dem Dorf sagten zu ihm: "Was für ein schlimmes Unglück!" Die Antwort des alten Mannes war wieder: "Wer weiß..., wer weiß schon, wozu es gut ist?"

In den nächsten Tagen brach ein Krieg mit dem Nachbarland aus. Die Soldaten der Armee kamen in das Dorf, um alle kriegsfähigen Männer einzuziehen. Alle jungen Männer des Dorfes mußten an die Front und viele von ihnen starben. Der Sohn des alten Mannes aber konnte mit seinem gebrochenen Bein zu Hause bleiben.

"Wer weiß..., wer weiß, wozu es gut ist?"

Das Leben ist ein Spiel, und auch wenn Sie dieses nahezu frei nach Ihren Vorstellungen ändern können, so bleiben Situationen, die unseren Glauben an das Gute teilweise auf eine sehr harte Probe stellen, niemandem erspart. Doch erst die Betrachtungsweise einer Situation läßt diese wirklich zum Sieg oder Niederlage werden.

Zwei Menschen bei gleichem Gewicht und gleicher Größe nehmen auf Grund starken Liebeskummers zehn Kilo ab. Der eine freut sich wie ein Schnitzel, weil er dadurch endlich sein Traumgewicht erlangt hat, und sieht das negative Feedback seiner Schnecke schon wieder gelassener. Für den anderen hingegen ist der Gewichtsverlust in Verbindung mit dem Gedanken an seine Verflossene der endgültige Beweis, daß das Leben ein zu seinen Ungunsten verlaufendes Mensch-ärger-dich-nicht ist.
Wer hat Recht? Beide.
Doch wissen Sie, was das wirklich Gemeine an der ganzen Sache ist?
Durch die Sicht der Dinge werden unsere Glaubenssätze manipuliert, und was das bedeutet, können Sie in jedem Artikel bei Lebenssaft nachlesen.
Stichwort "Kettenreaktion".

Der Geschichte um dem alten Mann liegt der Grundsatz vor, daß er sich von den Emotionen, die negative Ereignisse in Regel mit sich bringen, nicht verrückt machen läßt, sondern ruhig den Wandel der Dinge abwartet, möglicherweise bei einer Tasse Tee, wer weiß das schon genau.
Um wieviel anders sähe die Geschichte aus, wenn er sich beim Verlust des Pferdes so aufregt, daß er seinen ersten Herzinfarkt erleidet, und als der Sohn vom Pferd fällt, seinen ganzen Mut verliert, sich nicht mehr um das Feld kümmert und als der Krieg kam, jämmerlich verhungern muß.
Seine Passivität ist gewiß auch kein Patentrezept, allerdings will diese Geschichte ganz bewußt durch diese extreme Einstellung den Wert innerer Ruhe und der Worte "wer weiß schon, wozu es gut ist" aufzeigen.
Wenn Sie nun die Einstellung des alten Mannes aufschnappen und sich seelenruhig und aktiv und dynamisch an die Lösung Ihres Problems heranmachen, stehen Sie schon auf der Gewinnerseite.

Wenn Sie nun einwenden, es handle sich doch nur um ein Märchen, und deswegen habe die Grundaussage für Sie keinen Wert, so mögen Sie sich an dem nachdenklich stimmenden Ausspruch Hellen Kellers orientieren, einer Frau, die seit ihrer frühen Kindheit blind und taub war: "Wenn eine Tür sich schließt, öffnet sich stets eine andere".
Auf den Fall Helen Keller und speziell ihrer Freundin gehen wir später noch verstärkt ein.

Zusammengefaßt können wir festhalten, daß die Dinge nicht annährend so schlimm sein müssen, wie sie erscheinen mögen. Malen Sie nicht gleich den Teufel an die Wand.

Eine Frage zwischendurch, um einen Strich unter diese etwas kurz geratene Seite zu ziehen: Was halten Sie von der Möglichkeit, sich erst gar nicht großartig um die Lösung von Niederlagen kümmern zu müssen, und statt dessen Niederlagen bereits im Vorfeld zu vereiteln, indem Sie diese erst gar nicht entstehen lassen?

Es handelt sich dabei um eine Methode für Fortgeschrittene, die viel mit der Frage des Glaubens zu tun hat und Ihnen auf der nächsten Seite verraten wird.

Nächste Seite: Selber schuld

 

Kommentare zu diesem Artikel

UBS: es wird weitergeführt ( positiv denken )
(12.08.2008 15:00 Uhr)
sandmänchen: bitte weiterführn :(
(19.05.2008 12:21 Uhr)
OK: Hallo,
ich habe alle Artikel mit Begeisterung gelesen. Am Schluß stelle ich mir nun die Frage ob das alles ist oder geht es weiter. Außerdem frage ich mich was der Autor damit bezwecken will, falls eine Absicht dahinter steckt. Oder ist ihm die Puste ausgegangen. Vielleicht wollte er aber nur Langschläfer aus dem Tiefschlaf wecken.
(07.01.2007 07:18 Uhr)
m.: hallo zusammen,
warum schreibt ihr den Artikel nicht weiter?
(26.07.2005 19:20 Uhr)
Roger: Hier fehlt eindeutig die Fortsetzung. Superartikel, wie in etwa alles, was ich hier die letzten Tage (mehrfach) gelesen habe.
(29.10.2004 15:56 Uhr)
 
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Email an die RedaktionImpressumLinks zu Unterbewusstsein • 31.07.2010 12:06