ihr unterbewusstsein

In der Ruhe liegt der Saft

Die Einsicht notwendiger Gegensätze

Euripides, wenn ich mich recht entsinne ein griechischer Philosoph (mein Griechischunterricht liegt doch schon einige Jahre zurück) drückt es in seinem Fragment 238 in einfachen Worten aus: "Alles Schöne wird unter unendlichen Mühen geboren".

Das Leben ist wie Ebbe und Flut. Herrscht Ebbe, steht die Flut mit unmittelbarer Sicherheit bevor. Und wenn diese auf sich warten lassen sollte, so ärgere ich Sie ein wenig und behaupte, es sei gut, daß sie Schlechtes erleben! Bevor Sie mich angesichts einer solchen Aussage als Sadisten abstempeln, lassen Sie mich diese Aussage veranschaulichen: Essen Sie gerne Scampis? Könnten Sie diese Speise noch genießen, wenn Sie jeden Tag diesen Typ Meeresfrüchte vorgesetzt bekämen, gleich in welcher Variation? Ich wage sogar zu behaupten, so sehr Sie vielleicht Scampi lieben, wenn Sie vier Wochen lange zum Frühstück, zur Jause, zum Nachmittagskaffee und als Abendmahl Scampi essen würden, würden Ihnen schon sehr bald Scampi sonst wo stehen.
Was wäre, wenn es keine Wolken und Regen, kurz, kein mitteleuropäisches Wetter mehr gäbe? Wie könnten wir die Sonne wirklich genießen? Können Sie sich vorstellen, daß Afrikaner bei schlechtem Wetter jubeln? Ja, daß Sie deswegen die Nachbarn zu einer Party einladen? Nun, Sie brauchen es sich nicht vorstellen - es ist so!
Wissen Sie, wie aufregend es ist, allein zu sein und dann seinen Partner kennenzulernen? Diese ganzen Flughäfen im Bauch.. ein herrliches Gefühl. Was aber, wenn wir die Einsamkeit nicht kennen würden? Wir könnten niemals die Zweisamkeit genießen?
Wie sieht das mit dem Trinken aus? Haben Sie erst einmal alle Getränke im Haus, kann Sie selbst das ausgefallenste und wohlschmeckenste nicht mehr erregen. Wie ist das beim Sport? Oder besser danach. Ist das nicht herrlich, halb am Verdursten sich in einen Eimer Wasser zu setzen oder ihn zu trinken?
Kennen Sie Millionäre, die sich über das Leben langweilen und sehen, daß es jetzt, wo Sie es geschafft haben, alles teilweise ganz gehörig an Reiz verliert? Ich schon.
Nicht, daß es verkehrt ist, viel Geld zu haben, aber wo bleibt das Prickeln?
Was denken Sie, wer freut sich mehr? Real Madrid, die souverän zum 20.Male in Folge die Meisterschaft gewonnen haben, oder der 1. FC Nürnberg, der gerade aus der Regionalliga den Sprung in den UEFA-Cup mit Umweg über die zweite Liga geschafft hat?

Ist es nicht so, daß wir uns gerade dann über Dinge freuen, die wir eben nicht so leicht bekommen haben? Sind es nicht die Situationen, die unser Selbstbewußtsein ins Unermeßliche steigern, die uns weiß Gott wie viel Schweiß gekostet haben?
Sie werden ja sowieso Erfolg haben, den nötigen Glauben an sich und das Ziel sowie die entsprechende Ausdauer vorausgesetzt, aber was ist, wenn Ihnen alles ohne Zutun zufällt? Möglicherweise träumen Sie ja davon, und daß es bei diesem Traum nicht bleiben muß, zeigt Ihnen Lebenssaft, aber aufregender ist es schon, wenn Sie für den Erfolg den Preis zahlen müssen.
Nicht daß Sie die Artikel bei Lebenssaft ignorieren und es ab sofort auf die harte Tour angehen sollen, aber wenn Sie schon am Boden sind, haben Sie doch einen viel größeren Anreiz oben zu stehen. Und sobald dies erst einmal geschafft ist, werden Sie sich nicht nur wie doof freuen, sondern werden auch Ihre Brust schwellen können.

Ganz selbstbewußte Naturen mögen eine Niederlage sogar als Motivation ansehen, frei nach dem Motto: "Was mich nicht umbringt, macht mich nur härter" und dadurch die nötige Kraft ziehen, die Situation auf jeden Fall durchzustehen, denn auf schlechte Zeiten folgen schließlich gute.
Solche Menschen lassen sich nicht durch den Spott anderer oder den Gerichtsvollzieher vor der Türe aus der Bahn bringen, denn sie wissen: Nur Gegenwind läßt den Drachen höher steigen.

Also: Wenn Sie ausgerutscht sind, stellen Sie sich vor, wie Sie auf dem Siegertreppchen stehen, auf diese Situation voller Selbstrespekt zurückzublicken - und stehen Sie auf!

Nach diesem Trostpflaster folgt bei einem Klick zur nächsten Seite wieder eine praktisch anwendbare Methode, durch deren Anwendung Sie den Teufel ein andermal an die Wand malen können.

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Kommentare zu diesem Artikel

UBS: es wird weitergeführt ( positiv denken )
(12.08.2008 15:00 Uhr)
sandmänchen: bitte weiterführn :(
(19.05.2008 12:21 Uhr)
OK: Hallo,
ich habe alle Artikel mit Begeisterung gelesen. Am Schluß stelle ich mir nun die Frage ob das alles ist oder geht es weiter. Außerdem frage ich mich was der Autor damit bezwecken will, falls eine Absicht dahinter steckt. Oder ist ihm die Puste ausgegangen. Vielleicht wollte er aber nur Langschläfer aus dem Tiefschlaf wecken.
(07.01.2007 07:18 Uhr)
m.: hallo zusammen,
warum schreibt ihr den Artikel nicht weiter?
(26.07.2005 19:20 Uhr)
Roger: Hier fehlt eindeutig die Fortsetzung. Superartikel, wie in etwa alles, was ich hier die letzten Tage (mehrfach) gelesen habe.
(29.10.2004 15:56 Uhr)
 
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Email an die RedaktionImpressumLinks zu Unterbewusstsein • 31.07.2010 11:56