ihr unterbewusstsein

In der Ruhe liegt der Saft

Aus dem häßlichen Entlein ein hübscher Braten

Dieser Tip ist besonders in den Fällen geeignet, wo Sie nicht unbedingt den Rückschlag Ihres Lebens einstecken müssen, sondern wenn Sie durch den schnöden Alltag auf die Probe gestellt werden.

So meide ich bereits seit Jahren die Benutzung eines Busses, der S-Bahn, der U-Bahn und allem anderen, was sich öffentliches Verkehrsmittel schimpft. Als mir neulich ein Kunde mitgeteilt hat, er würde die Kosten für eine Anreise mit dem Auto zu ihm nicht erstatten, das Projekt allerdings zu verführerisch war, sah ich mich gezwungen, den Zug zu wählen. Allein der Gedanke an über zehn Stunden dauernde Zugfahrt ließ mich innerlich im Dreieck springen. Bis ich auf eine bahnbrechende Idee kam: Ich würde jetzt sofort aufhören, mir Gedanken darüber zu machen, wie ich diese Fahrt nur überleben solle, und dafür Pläne schmieden, wie ich sie in einen positiven Event wandeln könne.
Nach dieser Idee kam eine weitere, die schon an göttliche Eingebung grenzt: Ich habe schon seit Wochen kein Buch mehr gelesen. Wie wäre es, wenn.

Im Zug kam ich dann natürlich nicht über die Einleitung hinaus, weil ich noch vor dem Einstieg jemanden kennenlernte, aber das ist der Stoff für einen anderen Roman.

Sie halten diese Schilderung so spannend wie die Dienstagausgabe von Big Brother?
Nun, ich persönlich finde sie noch wesentlich langweiliger, als wenn Bärbel Schäfer und Hans Meiser allein im Container leben würden, doch ging es ja nicht um den Bericht an sich, sondern um die Aussage zwischen den Zeilen.

Bevor Sie sich über den Alltag aufregen, daß er wieder mal so alltäglich ist, und Ihnen deswegen ein paar Haare mehr ausgehen, suchen Sie doch nach dem Positiven.
Ist gar nicht so schwer.

Kommen wir doch zur weiteren Veranschaulichung zurück zum Verkehrsstau unter "Das Kino in der Hosentasche". Wissen Sie, daß es tatsächlich Menschen geben soll, die Verkehrsstaus suchen und absichtlich hineinfahren? Nein, hierbei handelt es sich nicht um einen Scherz im Stile "Made by Lebenssaft", sondern dies entspricht den Tatsachen.
Scheinbar kann die Situation an sich gar nicht schlimm sein, sondern nur die Sicht der Dinge ruft Ihr inneres Monster auf den Plan.
Denn wenn Sie schon im Stau stecken, könnten Sie Dinge machen, die Sie schon seit Jahren vernachlässigt haben, statt wie ein Rohrspatz zu schimpfen.
Wie wäre es mit dem Studium der Druckfassung dieses Artikels? Sie könnten sich auch endlich mit Ihrer Frau aussprechen, und endlich können SIE wieder mit dem Hund Gassi gehen - ist das Leben nicht herrlich?

In manchen Zeiten ist Schönmalerei wirklich nützlich.

Menschen, die ohnehin auf das Gewinnen eingestellt sind, und ich bin so frei und zähle Sie jetzt einfach dazu, können Niederlagen sogar als notwendige Einsicht zur Kurskorrektur sehen. Zwar eine, auf die Sie genauso gut verzichten könnten, aber wie sagte Thomas Watson Senior, Gründer von IBM: "Wenn Sie schneller erfolgreich sein wollen, müssen Sie die Anzahl Ihrer Mißerfolge verdoppeln. Erfolg liegt auf der anderen Seite eines Berges von Mißerfolgen".

Ich will gar nicht behaupten, Sie müßten die Welt nur rosa sehen, und alles verwandle sich sodann in Gold, egal ob es sich in Ihren Händen befindet oder nicht - dem ist gewiß nicht so.
Doch wenn es sich nicht um eine gravierende, alles niederschmetternde Niederlage handelt, sondern vielleicht eher um ein kleines Ärgernis, kann es schon sehr hilfreich sein, nach dem Guten zu suchen, was oft gar nicht so schwer zu finden ist.

Von einer Möglichkeit zum Umgang mit Alltagsärgernissen kommen wir zum letzten Tip dieses Artikels.

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Kommentare zu diesem Artikel

UBS: es wird weitergeführt ( positiv denken )
(12.08.2008 15:00 Uhr)
sandmänchen: bitte weiterführn :(
(19.05.2008 12:21 Uhr)
OK: Hallo,
ich habe alle Artikel mit Begeisterung gelesen. Am Schluß stelle ich mir nun die Frage ob das alles ist oder geht es weiter. Außerdem frage ich mich was der Autor damit bezwecken will, falls eine Absicht dahinter steckt. Oder ist ihm die Puste ausgegangen. Vielleicht wollte er aber nur Langschläfer aus dem Tiefschlaf wecken.
(07.01.2007 07:18 Uhr)
m.: hallo zusammen,
warum schreibt ihr den Artikel nicht weiter?
(26.07.2005 19:20 Uhr)
Roger: Hier fehlt eindeutig die Fortsetzung. Superartikel, wie in etwa alles, was ich hier die letzten Tage (mehrfach) gelesen habe.
(29.10.2004 15:56 Uhr)
 
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Email an die RedaktionImpressumLinks zu Unterbewusstsein • 07.01.2009 12:53