In der Ruhe liegt der Saft
Zeitliche Relativierung
Tolle Überschrift, oder? Läßt einen glauben, da kommt jetzt etwas ganz Hochgestochenes, irgend etwas mit physikalischen Formeln oder einer Pizza.
Doch nichts dergleichen. Es geht viel mehr darum, daß wir über Schrecken von heute morgen schon lachen können, oder ihn zumindest vergessen haben.
Überlegen Sie sich doch bitte, falls Sie gerade in einer mißlichen Lage stecken, welche Situation oder welches Ereignis Sie - im Nachhinein betrachtet - trotz Ihrer damaligen Schweißanfälle doch irgendwie überlebt haben. Wenn Sie diese Übung gewissenhaft durchführen, werden Sie feststellen, daß Sie ein Buch geschrieben und die Schärfe der Situation schon wieder verdaut haben.
Falls Ihnen nicht die Zeit zur Verfügung steht, jedesmal ein Buch zu schreiben, wenn etwas schief läuft, können Sie auch durch eine einfache Antwort auf eine einfache Frage für Entspannung sorgen:
"Angenommen ich wüßte, daß ich morgen früh um 6 Uhr sterben werde, würde ich dann heute noch einen Teil meiner Energie in Ärger über X investieren?"
Ihnen sollten mindestens 50 Dinge einfallen, mit denen Sie in so einem Falle Ihre Zeit besser bis morgen früh vertreiben können, als über Ihre Sorgen zu brüten.
Im Falle, daß Sie nicht über Ihr Verscheiden am nächsten Tage nachsinnen möchten, gibt es auch eine Alternativfrage:
"Im Moment ist die Situation schlimm, tut es weh, aber wie sieht es morgen aus, oder nächste Woche, oder im nächsten Jahr?"
Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um eine vernünftige Antwort zu finden, und dann machen Sie sich in aller Ruhe an eine Wendung des Schicksals heran.
Somit lautet die Quintessenz der zeitlichen Relativierung: Nichts wie so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
Wenn heute etwas Schlimmes passiert, warten Sie bis morgen ab, dann können Sie ja immer noch in Panik geraten.
Das alles soll natürlich nicht heißen, daß Sie die Situation ignorieren sollen - damit ist Ihnen genauso wenig geholfen, als wenn Sie rot sehen. Es ist nur das übliche Spielchen: Nehmen Sie die Emotionen aus dem Spiel, da diese eine gute Lösungen geschickt zu verhindern wissen, denn in der Ruhe liegt der Saft.
Der Vollständigkeit halber sei unter die Überschrift dieser Seite noch eine weitere Methode vorgestellt, die zwar mit dem oben Gesagten soviel zu tun hat wie eine Bohne mit einem fliegendem Auto, allerdings zu einfach gestrickt ist, um damit eine komplette Seite zu füllen.
Es geht um den Nutzen der Vernunft.
Um damit allerdings Erfolg verbuchen zu können, ist eine Einsicht in die geistigen Gesetze nötig, welche besagen, daß Sie noch mehr Übel anziehen werden, wenn Sie sich zu viele Sorgen machen.
Leider ist der Einsatz des Verstandes ein eher schwaches Mittel, denn gehen die Gefühle erst einmal mit Ihnen durch, hat ein Appell an die Vernunft die gleiche Wirkung wie eine Kopfschmerzentablette bei einem Blinddarmbruch.
Nichts desto trotz können Sie auf Ihr Bewußtsein zählen, wenn es sich um kleinere Wehwehchen wie schwach ausgeprägten Liebeskummer handelt. In diesem Falle reicht ein klarer Befehl an Ihr Unterbewußtsein "Jetzt ist Ruhe", um selbige in Ihr Gemüt einkehren zu lassen.
Abschließend zu all den Möglichkeiten darf ich Ihnen den Gesang eines Bären aus dem Dschungelbuch ans Herz legen: .Versuch's doch mal mit Gemütlichkeit.
Nachdem Sie zahlreiche Möglichkeiten kennengelernt haben, wie Sie über jeder Niederlage stehen können, stellt sich die Frage, ob das alles denn reicht.
Da Ihnen die Antwort auf der folgenden Seite gegeben wird, wurde der Seite, die Sie als nächstes öffnen, ein entsprechender Titel gegeben.
Nächste Seite: Eine andere Sicht soll reichen?
Kommentare zu diesem Artikel
UBS: es wird weitergeführt ( positiv denken ) (12.08.2008 15:00 Uhr) sandmänchen: bitte weiterführn :( (19.05.2008 12:21 Uhr) OK: Hallo,
ich habe alle Artikel mit Begeisterung gelesen. Am Schluß stelle ich mir nun die Frage ob das alles ist oder geht es weiter. Außerdem frage ich mich was der Autor damit bezwecken will, falls eine Absicht dahinter steckt. Oder ist ihm die Puste ausgegangen. Vielleicht wollte er aber nur Langschläfer aus dem Tiefschlaf wecken. (07.01.2007 07:18 Uhr) m.: hallo zusammen,
warum schreibt ihr den Artikel nicht weiter? (26.07.2005 19:20 Uhr) Roger: Hier fehlt eindeutig die Fortsetzung. Superartikel, wie in etwa alles, was ich hier die letzten Tage (mehrfach) gelesen habe.
(29.10.2004 15:56 Uhr) | ||
|